IAG sucht mit betroffenen Mitarbeitern nach einvernehmlichen Lösungen
Die bisherigen Verträge hatten eine 20-jährige Bindefrist, die beiden Seiten Entsorgungssicherheit garantierte. „Die IAG wäre gern weiterhin der Hausmüllentsorger für die Heimatregionen geblieben“, sagte Geschäftsführer Peter Axmann. Nun wird der Hausmüll direkt in Müllverbrennungsanlagen verbracht. Das spart den kommunalen Entsorgern erhebliche Kosten, zumal moderne Verbrennungsanlagen inzwischen hohe Umweltstandards garantieren. Allerdings, so Axmann, gehen mit längeren Transportwegen zusätzliche CO2-Belastungen einher.
„Die IAG ist ein landeseigenes Unternehmen, das Gemeinwohlinteressen wie Entsorgungssicherheit mit den Erfordernissen eines effizienten Wirtschaftsunternehmens in Einklang bringen muss. In besonderer Verantwortung für die Auswirkungen auf öffentliche Haushalte“, betont IAG-Geschäftsführer Peter Axmann. Deshalb sei die Schließung der Anlage nicht länger hinauszuzögern, auch wenn man sich bewusst ist, dass die „Direktverbrennung in Konflikt zur Abfallverwertungshierarchie steht, die die Wiederverwendung jeglicher recycelbaren Stoffe vorsieht“. In der IAG, so der Geschäftsführer, sei durch die RABA bislang eine „hochwertige Verwertung priorisiert worden“. Beispielsweise wurde der im Hausmüll verborgene kleinteilige Metallschrott aussortiert und der Wiederverwertung zugeführt. Durch die eingestellten Langzeit-Vertragsbeziehungen bleibe der IAG jedoch kein Handlungsspielraum für einen Weiterbetrieb.
Die Geschäftsführung führt in diesen Tagen mit allen betroffenen Mitarbeitern der Anlage persönliche Gespräche, um individuelle und sozialverträgliche Lösungen zu finden. Im Jahr 2025 wurden bereits einige RABA-Mitarbeiter einvernehmlich in andere, ihrer Qualifikation entsprechende Arbeitsbereiche versetzt. Den verbliebenen gewerblichen Mitarbeitern wurden individuelle Angebote zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen unterbreitet. „Die Geschäftsführung wird in hoher sozialer Verantwortung und möglichst einvernehmlich mit den Arbeitnehmern entscheiden“, erklärt Geschäftsführer Peter Axmann.
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