Unsere Nachhaltigkeits- und Umweltziele
Wir haben uns folgende Schwerpunkte gesetzt:
Nachhaltigkeit bedeutet für die MitarbeiterInnen und Führungskräfte der IAG, in den Bereichen Gesellschaft (Soziales) sowie Umwelt und Wirtschaft auch gegenüber zukünftigen Generationen verantwortungsvoll zu handeln.
Unternehmensführung
Der mittelbare Gesellschafter des Unternehmens ist das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Finanzministerium und das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt.
Der Gesellschafter fördert und unterstützt die nachhaltige Unternehmensausrichtung.
Ein effektives Risikomanagementsystem beinhaltet auch eine wirksame Prozessüberwachung, ein Risiko-Controlling und ausreichende Frühwarnsysteme.
Wir stellen sicher, die hohen, vom Gesetzgeber formulierten Standards, für die Errichtung, den Betrieb und die Nachsorge einer Deponie einzuhalten.
Langfristige Entsorgungsmöglichkeiten
Die IAG erfüllt als wirtschaftlich organisiertes, mittelständisches Unternehmen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft einen wesentlichen Beitrag für langfristige Entsorgungsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern und den anderen norddeutschen Bundesländern.
Die IAG ist Arbeitgeber für 115 Menschen und ein im Markt anerkanntes Unternehmen, das transparent und verantwortungsvoll, den hohen ökologischen Ansprüchen verbunden mit den ökonomischen Notwendigkeiten im alltäglichen Tun gerecht wird. Die Gesellschafter, Kunden, Lieferanten und MitarbeiterInnen der IAG schätzen die Zuverlässigkeit, ökonomische Stabilität und Nachvollziehbarkeit aller am Standort getroffenen Entscheidungen.
Im Unternehmensleitbild haben die MitarbeiterInnen der IAG gemeinsam erarbeitet und festgeschrieben, dass die Behandlungs- und Entsorgungsanlagen auf hohem Standard betrieben werden.
In der Abfallentsorgung sieht die Belegschaft eine gesellschaftliche Aufgabe. Alle Menschen verursachen die Entstehung von Abfall. Wir suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit und nehmen die Anliegen unserer Nachbarn ernst.
Den bei der IAG handelnden Menschen sind die Risiken im Umgang mit gefährlichen Abfällen bewusst. Die Minimierung dieser Risiken für die Belegschaft und die Umwelt haben hohe Priorität. So werden im Bereich des Gesundheits- und Arbeitsschutzes für jedes Aufgabenfeld geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz aller MitarbeiterInnen getroffen, welche mit einer umfassenden persönlichen Schutzausrüstung ergänzt werden.
Die MitarbeiterInnen nutzen die Möglichkeit, im Rahmen von Weiterbildungen und Schulungen, die jeweils eigene fachliche und persönliche Kompetenz zu stärken und zu erweitern.
Rekultivierung und Nachsorge
Für die zukünftige Finanzierung der Rekultivierung und Nachsorge, bilden wir ausreichende Rückstellungen. Durch diese Vorsorge stehen den derzeitigen bilanziellen Rückstellungen für die Rekultivierung und Nachsorge auch ausreichende finanzielle Mittel bis zum kalkulierten Nachsorgeende 2090 gegenüber.
Alle aus den Geschäftsbereichen resultierenden Rekultivierungs- und Nachsorgeverpflichtungen werden verantwortungsvoll erwirtschaftet. Dabei tätigt die IAG alle Investitionen und Aufwendungen aus eigenen finanziellen Einnahmen. Heutige und nachfolgende Generationen tragen daran keine Lasten. Die Einnahmen werden im Entsorgungsmarkt erwirtschaftet.
Durch die Entwicklung und Fortschreibung verschiedener Nachnutzungsmodelle soll sichergestellt werden, dass die Deponie auch nach der aktiven Ablagerungsphase einen gesellschaftlichen Beitrag leisten kann. Möglich wird dieses z. B. durch eine energetische Nutzung der vorhandenen Flächen durch Photovoltaik- und Energiespeicheranlagen.
Abdeckung und Energieverwertung
Der auf den Deponiekörper auftreffende Niederschlag, fällt nach einiger Verweilzeit in der Deponie als Sickerwasser an. Das Sickerwasser wird in der IAG aufwendig aufbereitet. Das dabei entstehende Sauberwasser wird behördlich überwacht und in die Natur zurückgeführt. Das aufkonzentrierte Schmutzwasser wird anderen Entsorgungswegen, z. B. Sonderabfallverbrennungsanlagen, zugeführt. Um den Sickerwasseranfall möglichst gering zu halten, werden aktuell nicht genutzte Ablagerungsflächen vorübergehend mittels Kunststoffdichtungsbahnen abgedeckt. Durch diese verschweißten Kunststoffdichtungsbahnen lässt sich die Entstehung von Sickerwasser erheblich minimieren, wodurch Energie für die Reinigung eingespart wird.
Die Energie zum Betreiben der Anlagen auf dem Betriebsgelände der IAG wird zum großen Teil in eigenen Blockheizkraftwerken sowie Photovoltaikanlagen erzeugt. Als Energieträger in den Blockheizkraftwerken nutzt die IAG Deponiegas. Wir erfassen einen Teil des entstehenden Deponiegases und nutzen geeignete Gasströme zur Strom- und Wärmeerzeugung (Energieerzeugung). Auf diese Weise werden fossile Brennstoffe geschont. Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Abfälle mit besonderen bodenphysikalischen Eigenschaften lassen sich auf der Deponiefläche zur Errichtung von z. B. Zufahrtstraßen oder horizontalen Drainagesystemen einsetzen. Der Einsatz von Baustoffen, wie z. B. Sand, Kies, oder ähnlichem Material wird dadurch entsprechend reduziert.
Wasserüberwachung
Sauberkeit bedeutet Sicherheit für Mensch und Umwelt. Ständig fahren Reinigungsfahrzeuge und Wassersprenger über die Deponiestraßen. Vor Verlassen des Deponiegeländes muss sich jedes Fahrzeug entweder einer Hochdruck-Reifenwäsche oder aber einer kompletten Fahrzeugwäsche unterziehen.
Am Standort Ihlenberg werden das Deponiegas, das Sickerwasser sowie das Grund- und Oberflächenwasser regelmäßig in umfangreichen Eigenkontrollen bzw. durch beauftragte akkreditierte Analysenlabore geprüft.
Unsere besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem Grundwasser. Seit Beginn der Deponierung von Abfällen wird ein Kontrollnetz an Grundwassermessstellen betrieben, um das Grundwasser regelmäßig auf festgelegte Schadstoffe zu untersuchen. Zusätzlich beobachten wir anhand von Wasserstandmessungen in den Grundwassermessstellen das Fließgeschehen im Grundwasser.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Endbericht Grundwassermonitoring 2025.
Dass Entsorgung und Natur durchaus im Einklang stehen können, beweist unser Biotop. Hier reichert sich das gereinigte, schadstofffreie Sickerwasser mit Sauerstoff, Mineralien und anderen notwendigen Stoffen an, so dass es schließlich an den natürlichen Vorfluter abgegeben werden kann.
Wir arbeiten sorgfältig und verantwortungsbewusst, damit wir in eine saubere Zukunft blicken können.