Sickerwasser­behandlung

Sickerwasserbehandlung

Mit unserer nachhaltigen Umwelttechnologie verfolgen wir eine klare Linie.

Was ist eigentlich Sickerwasser?
Sickerwasser ist ein Stoff, der bei der Deponierung von Abfall zwangsläufig entsteht – vor allem durch Niederschläge wie Regen und Schnee, die in die Deponie eindringen und sich so mit wasserlöslichen (Schad-) Stoffen aus den Abfällen anreichern.

Wohin geht das Sickerwasser?

  • Auffangen des Sickerwassers durch ein Drainagesystem im Deponiekörper
  • Weiterleitung in die Sickerwasserspeicher
  • Durchlauf der Verfahrensschritte Sedimentation, Homogenisierung und Belüftung
  • Ausfiltern von Feinstkornanteilen
  • Weiterleitung in die Umkehrosmose-Anlage


Das Sickerwasser wird am Standort Ihlenberg von einem umfangreich ausgebauten Drainagesystem im Deponiekörper aufgefangen und über Leitungen einem 35.000 m³ großen Sickerwasserspeicherbecken mit Schwimmabdeckung zugeführt. In diesem Sammelbecken verweilt das Sickerwasser und durchläuft die Verfahrensschritte Sedimentation, Homogenisierung und Belüftung.

Nach dem Ausfiltern von Feinstkornanteilen gelangt das Sickerwasser anschließend in die Umkehrosmose-Anlage. Als Ergebnis des Trennungsprozesses entstehen Permeat (Reinwasser) und ein pumpfähiges Konzentrat (Rest-Schadstoffe).

Das Reinwasser entspricht fast destilliertem Wasser. Deswegen durchläuft es noch Schönungsteiche und das Biotop. Nach einer Verweilzeit von mehreren Wochen wird das gereinigte, schadstofffreie Wasser kontrolliert an den natürlichen Vorfluter abgegeben.

Wie funktioniert die Umkehrosmose?

Das Prinzip der Umkehrosmose wurde der Natur abgeschaut. Nur wird die Richtung des osmotischen Flusses umgekehrt und eine zusätzliche Druckerhöhung über Membranen ausgelöst. Unsere Anlage zur Reinigung des Sickerwassers zählt heute zu den wirksamsten und größten in ganz Europa. Unsere vollautomatische, computergesteuerte und druckgestufte Umkehrosmose-Anlage arbeitet mit bis zu 120 bar und verfügt über eine Verarbeitungskapazität von ca. 48 Kubikmeter pro Stunde. Damit erreichen wir aus dem belasteten Rohsickerwasser zur Zeit eine Reinwasserausbeute von 85 Prozent.

Und so funktioniert es:

Das Rohsickerwasser 1 wird einem Trennungsprozess zugeführt, in dessen Verlauf zwei Stoffströme entstehen, der Reinwasserstrom 2 und der Konzentratstrom 3. Die Details sind in der Grafik dargestellt:

A Sie sehen den Schnitt durch ein Modul unserer Sickerwasserreinigungsanlage. In jedem Druckbehälter stapeln sich 150 Hydraulikscheiben und 149 semipermeable, d. h. halbdurchlässige Membranen. Eine Hochdruckpumpe drückt das Rohsickerwasser 1 in das Modul.

B Der mit blauen Pfeilen dargestellte Strömungspfad des Rohsickerwassers 1 überstreicht die einzelnen Membranen und über jede der Membranen werden Reinwassermoleküle 2 in das Innere des Membrankissens gepresst. Dies verdeutlicht der weitere Detailausschnitt C.

C Die Wassermoleküle sammeln sich im Innern des Membrankissens und fließen im Reinwasserstrom 2 zusammen. Die Moleküle der Schmutzfracht konzentrieren sich vor jeder Membran weiter auf und werden als Konzentratstrom 3 zunächst einem Sammelbehälter und anschließend, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, einer sicheren Entsorgung zugeführt.

Das Reinwasser 2 fließt in ein Renaturierungsbecken ab.

Sicherheit auf hohem Niveau.

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