Sickerwasser­behandlung

Sickerwasserbehandlung

Mit unserer nachhaltigen Umwelttechnologie verfolgen wir eine klare Linie.

Was ist eigentlich Sickerwasser?
Sickerwasser ist ein Stoff, der bei der Deponierung von Abfall zwangsläufig entsteht – vor allem durch Niederschläge wie Regen und Schnee, die in die Deponie eindringen und sich dabei mit wasserlöslichen (Schad-) Stoffen aus den Abfällen anreichern.

Wohin geht das Sickerwasser?

Das Sickerwasser wird am Standort Ihlenberg von einem umfangreich ausgebauten Drainagesystem an der Basis des Deponiekörpers aufgefangen und über Leitungen den Sickerwasserspeicherbecken mit Schwimmabdeckung zugeführt. In diesen Sammelbecken verweilt das Sickerwasser und durchläuft die Verfahrensschritte Sedimentation, Homogenisierung und Belüftung.

Nach dem Ausfiltern von Feinstkornanteilen gelangt das Sickerwasser anschließend in die Umkehrosmose-Anlage. Als Ergebnis des Trennungsprozesses entstehen Permeat (Reinwasser) und ein pumpfähiges Konzentrat (Rest-Schadstoffe).

Das Reinwasser entspricht fast destilliertem Wasser. Deswegen durchläuft es noch ein Renaturierungsbecken sowie ein Biotop, bestehend aus drei Schönungsteichen.

Nach einer Verweilzeit von mehreren Wochen wird das gereinigte, schadstofffreie Wasser kontrolliert an den natürlichen Vorfluter abgegeben.

Wie funktioniert die Sickerwasserreinigung?

Unsere Anlage zur Reinigung des Sickerwassers besteht aus einer druckgestuften Umkehrosmoseanlage mit nachgeschalteter Konzentrateindampfstufe, mit der aus dem belasteten Rohsickerwasser eine Reinwasserausbeute von mehr als 90 % erreicht wird. Diese Anlage zählt heute zu den wirksamsten und größten in ganz Europa. Unsere vollautomatische, computergesteuerte und druckgestufte Umkehrosmoseanlage arbeitet mit bis zu 120 bar und verfügt über eine Verarbeitungskapazität von ca. 40 Kubikmeter pro Stunde.

Verfahrensstufen:

Das Prinzip der Umkehrosmose wurde der Natur abgeschaut. Nur wird die Richtung des osmotischen Flusses umgekehrt und eine zusätzliche Druckerhöhung über Membranen ausgelöst.

Das Rohsickerwasser 1 wird einem Trennungsprozess zugeführt, in dessen Verlauf zwei Stoffströme entstehen, der Reinwasserstrom 2 und der Konzentratstrom 3. Die Details sind in der Grafik dargestellt:

A Sie sehen den Schnitt durch ein Modul unserer Sickerwasserreinigungsanlage. In jedem Druckbehälter stapeln sich 150 Hydraulikscheiben mit 149 semipermeablen, d. h. halbdurchlässigen Membranen. Eine Hochdruckpumpe drückt das Rohsickerwasser 1 in das Modul.

B Der mit blauen Pfeilen dargestellte Strömungspfad des Rohsickerwassers 1 überstreicht die einzelnen Membranen und über jede der Membranen werden Reinwassermoleküle 2 in das Innere des Membrankissens gepresst. Dies verdeutlicht der weitere Detailausschnitt C.

C Die Wassermoleküle sammeln sich im Innern des Membrankissens und fließen im Reinwasserstrom 2 zusammen. Die Moleküle der Schmutzfracht konzentrieren sich vor jeder Membran weiter auf und werden als Konzentratstrom 3 zunächst einem Sammelbehälter und anschließend zur weiteren Verarbeitung der Konzentrateindampfstufe (drei zweistufige Verdampfer) zugeführt.

In der Niederdruck-Verdampferanlage wird das Konzentrat aus der Umkehrosmoseanlage im sogenannten Sole-Kessel mit Unterdruck zum Sieden gebracht. Der dabei entstehende Dampf wird über ein Wärmeaustauschersystem kondensiert und erneut einer Verdampfung zugeführt. Das Konzentrat wird zur Entsorgung in dafür zertifizierte, externe Entsorgungsanlagen gebracht. Das Reinwasser 2 wird in der Permeatstufe der Umkehrosmoseanlage weiter behandelt und schließlich direkt über das Renaturierungsbecken eingeleitet.

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