Abdichtungs- und Abdeckungs­systeme
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Abdichtungs- und Abdeckungs­systeme

Technisch auf höchstem Niveau.

MFA - Multifunktionale Abdichtung

Das Ziel der Baumaßnahme „Multifunktionale Abdichtung (MFA)“ ist

  • die bauliche Trennung der in der Stilllegungsphase befindlichen Deponieabschnitte (zusammengefasst DA 1) von dem aktuellen Verfüllbereich (DA 7),
  • die Herstellung der endgültigen Oberflächenabdichtung (OFA) für Teilflächen der in der Stilllegungsphase befindlichen Deponieabschnitte
  • sowie die Ergänzung der Basisabdichtung für einen Teilbereich des aktiven DA 7.

Damit werden die einzelnen Funktionen der MFA hinreichend beschrieben.

Schichtenprofil der MFA

Die Errichtung der Multifunktionalen Abdichtung stellt ein technisch anspruchsvolles Bauwerk dar, mit dem zum Einen die endgültige Stilllegung des sogenannten Altbereiches der Deponie Ihlenberg begonnen hat und zum Anderen die Restverfüllkapazität des aktiv betriebenen Deponieabschnittes sichergestellt wird. Somit kann auch in Zukunft in Norddeutschland eine ausreichende Entsorgungskapazität für die Ablagerung von DK III-Abfällen auf dem aktuellen Stand der Technik sichergestellt werden.



Basisabdichtung

Bevor der erste Abfall auf der Deponie verbracht werden darf, muss die Deponiebasis nach gesetzlichen Vorgaben errichtet werden.

Jeder neue Deponieabschnitt wird zunächst mit schweren Erdbaugeräten an ein vorgegebenes Niveau angepasst. Mindestens 5 Meter dick muss die nach der Deponieverordnung vorgegebene geologische Barriere sein, die zwischen dem natürlich anstehenden Boden und dem Deponieabdichtungssystem aufzubauen ist.

Die darauf folgende mineralische Dichtungsschicht wird mit Raupen, Schafsfuß- und Glattmantelwalzen gleichmäßig lagenweise eingebaut und verdichtet. Nach ihrer Fertigstellung besitzt die mineralische Dichtungsschicht eine Stärke von 0,5 Metern.

Da auf der Dichtungsschicht eine Drainage verlegt ist, fehlt es dem Wasser an dem entsprechenden Druck, um in das Material eindringen zu können. Trotzdem muss – so sieht es die Deponieverordnung vor – auf der mineralischen Dichtung noch eine Kunststoffdichtungsbahn der Stärke 2,5 mm aus Polyethylen verlegt werden. Diese Kunststoffbahnen werden mit speziellen mobilen Schweißgeräten an den Stößen dicht verschweißt. Der Einsatz dieser Dichtungsbahnen seit über 20 Jahren hat gezeigt, dass diese Abdichtungen eine hohe Zuverlässigkeit aufweisen.

Basisabdichtung – dachprofilartiger Aufbau gemäß dem Stand der Technik (DepV)

  1. 50 cm Sickerwasserdrainschicht mit Sickerwassersaugern
  2. 15 cm mineralische Schutzschicht
  3. Schutzvlies
  4. 2,5 mm Kunststoffdichtungsbahn (HDPE)
  5. 50 cm mineralische Dichtung
  6. Geologische bzw. technische Barriere


Zwischenabdeckung

Mit umfangreichen Abdeckmaßnahmen bereits verfüllter Deponieabschnitte erreichen wir am Standort Ihlenberg, dass Niederschläge in Form von Regen oder Schnee nicht in den Deponiekörper gelangen. Die sogenannte Infiltration wird vermieden. Die Niederschläge laufen auf der Zwischenabdeckung ab und werden als Oberflächenwasser in hierfür vorgesehenen Regenrückhaltebecken gesammelt. Von dort wird das Niederschlagswasser nach einer Sicherheitsbeprobung an den natürlichen Vorfluter abgegeben. Auf diese Weise wird das Sickerwasseraufkommen erheblich reduziert. Damit können das Speichervolumen sowie die Kapazität der Reinigungsanlage verringert werden.

Ein weiterer positiver Effekt, den wir am Standort Ihlenberg mit den Abdeckmaßnahmen des Deponiekörpers erzielen, ist die Minimierung von Geruchsemissionen durch Deponiegas. Auf einer abgedeckten Fläche von 578.000 m² (Stand: Dezember 2015) bereits verfüllter Deponiebereiche wird die Gasmigration durch die Deponieoberfläche wirkungsvoll unterbunden. Auf diese Weise wird das Deponiegas ohne Emissionsverluste in den zahlreichen Gaserfassungsbrunnen mittels Unterdruck abgesaugt und über ein festes Leitungssystem in den Gassammelstationen zusammengeführt.

Alles in allem – eine Baumaßnahme mit 4-fachem Nutzen!

  • Vermeidung von Gasmigration/Geruchsemission
  • Verringerung der Reinigungsanlagenkapazität
  • Reduzierung Sickerwasserspeichervolumen
  • Minimierung Sickerwasseraufkommen


Kombinationsdichtung

Als weitere Maßnahme des Umweltschutzes wenden wir am Standort Ihlenberg das Prinzip der Kombinationsdichtung an. Die verschiedenen Komponenten haben wir in der Grafik rechts dargestellt. Neben der bereits beschriebenen Basisabdichtung steht ebenso die Oberflächenabdichtung und Rekultivierung im Fokus unseres Handelns.

Sicherheit auf hohem Niveau.

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